Projektziele

Die dynamische Beziehungen zwischen Identitäten und staatlichen Umstrukturierungen sollen aus drei Perspektiven beleuchtet werden: die Umstrukturierung von Nationalstaaten, die wachsende Selbstlegitimierung von Saaten (Neugestaltung der Beziehung Staat und Gesellschaft) und die verschiedenen Identitäten, die auf unterschiedlichen Ebenen entstehen (über Nationalstaaten hinweg, auf staatlicher Ebene und auf Ebene der Gesellschaft) und die in komplexen Beziehungen miteinander interagieren.

Wir planen:

  • Die verschiedenen Prozesse zu untersuchen, im Rahmen derer Identitäten entstehen. Diese werden durch individuelle Narrative und Gruppennarrative und -praxen und unter immer komplexer werdenden institutionellen Bedingungen ausgehandelt.
  • Zu untersuchen, wie individuelle Identitäten und Gruppenidentitäten sowie institutionelle Rahmenbedingungen aufeinander einwirken.

Im Rahmen der Theoriebildung planen wir:

  • Neue Ansätze beim Konzeptualisieren verschiedener Identitätsregime zu finden
  • Nachzuprüfen, inwieweit die Signifikanz der dominanten Form von Identität und Souveränität weiterhin besteht
  • Die verschiedenen Settings verschachtelter und ineinander verwachsener institutioneller, historischer und kultureller Gegebenheiten zu verstehen, in denen die unterschiedlichen europäischen Identitäten ausverhandelt und geformt werden.

Kurz zusammengefasst:

  • Das ENRI-East-Projekt zielt darauf ab, ein tiefgehendes Verständnis von den Prozessen zu entwickeln, die moderne europäische Identitäten und regionale Kulturen gestalten, und davon, wie diese in den östlichen Regionen des europäischen Kontinents ineinander verwachsen sind.
  • Das Projekt befasst sich mit ca. zehn ethnischen Gruppen, den “geteilten” Nationen und Nationalitäten entlang der Ostgrenze der Europäischen Union.
  • Methodisch sollen Theorien zu Identitäten und empirische Daten trianguliert werden. Die ExpertInnen des ENRI-East-Projekts versuchen, existierende Theorien zur Identitätsbildung zu überprüfen und entsprechend der quantitativen und qualitativen Ergebnisse zu modifizieren.
  • Das Projekt ist interdisziplinär. Es verknüpft soziologische, politikwissenschaftliche, historische und ethnographische Perspektiven. Methodologisch werden theoretische, empirische und komparative Aspekte vereint.